|
Leserbrief zu "Kette links: Drei, zwei, eins" in Triathlon 35/2005, S. 97 |
|
|
|
|
Geschrieben von Kai Baumgartner
|
|
Tuesday, 19. April 2005 |
|
Hallo Frank (Ketterer, Anm. d. A.),
vorab weiter so mit deiner Kolumne, gefällt mir. Auch das Magazin entwickelt sich positiv.
Du hast recht, wenn Du die im Tchibo-Magazin abgedruckte Aussage „…so bin ich der erste Radfahrer, der den Ironman Hawaii gewonnen hat“ kritisierst. Man kann natürlich argumentieren, dass Thomas Hellriegel der erste Hawaii Champ aus unserem Land war und das Ganze auch noch auf dem Radl gewonnen hat.
An der ersten Aussage ist nicht zur rütteln, an der Zweiten schon. Thomas Hellriegel konnte man 1997 (hoffentlich bald wieder) als einen kompletten Athleten mit leichter Schwimmschwäche charakterisieren. Nach einem soliden Radsplit ist Hellriegel noch eine 2:51:56 im Marathon gelaufen. Das unterscheidet seinen Sieg von dem von Normann Stadler - der Champ 2004 ist im Augenblick „nur“ der stärkste Radfahrer in Kona. Allerdings musste er bei der letzten Auflage nicht alle Kräfte auf der Laufstrecke mobilisieren, evtl. bringt 2005 mehr Licht ins Dunkel.
Meine Sichtweise konsequent in den Aufzeichnungen weiterverfolgt ist der nächste Sieg eines „Radfahres“ erst 1981 zu finden. John Howard legt mit einem Bikesplit von 5:03:29 rund 30 Minuten zwischen sich und die nächste Splitzeit. Auch er hatte keinen Bedarf mit seiner Laufzeit den Besten der Zunft das Wasser reichen zu müssen. (Kai Baumgartner, Kassel den 19. April 2005)
Verwandte Artikel:
|