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X. London Marathon - "Simply the Best!" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Ulf Bosch   
Tuesday, 3. May 2005

London - In gleicher Weise wie Kona das Mekka für viele Langdistanz-Triathleten darstellt, ist London für mich das ultimative Rennen in punkto Marathon. In der Tat hat mich der London Marathon einst zum Ausdauersport gebracht und ist letztendlich dafür verantwortlich, dass ich bisher 9 Ironman, u.a. auf Hawaii, absolviert habe.  Meinen „Wurzeln“ bin ich dennoch bis heute treu geblieben. So war ich in diesem Jahr zum 10. Mal in Folge in London am Start. 

Warum ich immer wiederkomme ist ganz einfach: Ähnlich dem Rennen auf Big Island geht vom London Marathon eine gewisse Faszination aus. Der Lauf ist mehr als eine Sportveranstaltung – er ist die längste Straßenparty der Welt. Die gesamte Stadt befindet sich im Ausnahmezustand. Entlang der Stecke vibriert die Luft geradezu von den Rhythmen der zahlreichen Musikbands, den Anfeuerungen der Zuschauermengen und natürlich den 35.000 Paar Füßen, die über die Distanz von 42 km den Asphalt bearbeiten.

Zusätzlich verfügt London über eine der schönsten und schnellsten Stecken der Welt, die an Sehenswürdigkeiten wohl kaum zu überbieten ist: Greenwich, Cutty Sark, Tower Bridge, Canary Wharf, Big Ben, Westminster Abbey und schließlich das Finish bei The Mall am Buckingham Palace. Nicht verwunderlich ist daher, dass sich alljährlich etwa 100.000 Läufer für knapp die Hälfte verfügbarer Startplätze bewerben.

Der diesjährige Lauf hatte es in sich: Zu meinem 10-jährigen Jubiläum startete meine Freundin zum ersten Mal bei einem Marathon. Zusätzlich feierte die Veranstaltung selbst ihren 25. Geburtstag und erstmalig wurde der traditionelle Kurs geändert.

Jedoch bewahrheitete sich zunächst der erst Teil des Sprichworts „je schlechter die Anreise, desto besser der Wettkampf“. Die Odyssee begann mit einem wegen technischer Probleme um 2 h verspäteten Abflug. Dabei hätten British Airways mich fast nicht mitgenommen, da ich meinen Ausweis zu Hause vergessen hatte. In London stellten wir dann fest, dass wir die Registrierungen für die Abholung der Startnummern auch nicht dabei hatten. Glücklicherweise händigte uns Paul, ein freundlicher Helfer und selbst 12-maliger London-Finisher, die Unterlagen ohne weiteres auf der Marathonmesse aus.

Nach diesen ersten Anlaufschwierigkeiten stellte sich langsam die Vorfreude auf den Lauf ein. Auf eine gewisse Weise genoss ich die „Ruhe vor dem Sturm“ in der Phase unmittelbar vor den Wettkampf, da alle Trainingseinheiten absolviert und alle Vorbereitungen getroffen waren. Ich konnte nichts mehr anderes tun, als gespannt darauf zu warten, dass es endlich losging.

Am Samstag vor dem Rennen ist der Hyde Park DER Treffpunkt der Laufszene und vor allem derjenigen, die noch kurz vor dem Rennen Ihre Beine „testen“ wollen. In den vergangenen Jahren habe ich hier auch immer meine letzten „Sauerstoffläufe“ absolviert. Dieses Mal wichen wir aus Zeitgründen allerdings auf den recht überschaubaren Holland Park aus.



 
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