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Bürgerparktriathlon Darmstadt: Platz 6 für Damen und Herren PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kai Baumgartner   
Sunday, 5. June 2005

Darmstadt - Beim Bürgerpark Triathlon Darmstadt belegen die Herren der 1. Hessenliga wegen einer später von einer Disqualifikation zur einer Zeitstrafe gewandelten Sanktion einen unglücklichen 6. Gesamtplatz. Der Vorstand hat einen Antrag auf Verkürzung oder Annulierung der Strafe im Endergebnis gestellt, dieser wurde jedoch zurückgewiesen. Die Damen debutieren als stärkstes Team der Region Nordhessen ebenfalls auf diesem Rang.

Staffelstart: 0,3-5-2km
Den morgendlichen Staffelwettkampf absolvierten die Herren in der Besetzung Thilo Strauss, Andreas Nemeth, Stefan Rechsteiner und David Reetz. Nach dem kompletten Radfahren und Laufen brachten die soliden Arbeiten aller Athleten den 4. Teamplatz. Eine exzellente Ausgangsposition für den Wettkampf am Nachmittag.

David Reetz wechselt im Staffelrennen auf Andreas Nemeth.
David Reetz wechselt im Staffelrennen auf Andreas Nemeth.
Leichte Panik brach noch während des Rennens nach der Einfahrt vom Radfahren von Stefan Rechsteiner in die Wechselzone aus, da er währendessen den linken Schuh aus dem Sicherheitspedal verlor. Wegen einer abklingenden Mittelohrentzündung hörte er nicht die mündlich ausgesprochen Aufforderung des zuständigen Kampfrichters den Schuh aufzunehmen. Kaum in der Wechselbox angekommen und den nachfolgenden Athleten abgeschlagen erfolgte die "Rote Karte" - Disqualifikation und sofortiger Ausschluß aus dem Rennen wurden dem Team kommuniziert.
Stefan Rechsteiner: "Es war natürlich mein Fehler, aber ich habe nichts gehört. Die Entscheidung des Kampfrichters war in der Situation sehr, sehr hart aber durchaus gerechtfertigt. Er ging halt davon aus, ich hätte seinen Hinweis mitbekommen und ignoriert. Ich bin nun ziemlich enttäuscht, dass ich durch den Fehler den angepeilten Platz in den Top 3 'versaut' und den Ligaaufstieg jetzt sehr schwer gemacht habe. Aber wir sehen es sportlich und freuen uns auf Waldeck und Gießen." Nach kurzer Beratung entschloss sich das Team die restlichen Radsplits und Läufe zu absolvieren, um in der Pause einen formalen Einspruch gegen die Tatsachenentscheidung abzugeben und möglicherweise für das zweite Rennen ein Startrecht zu erhalten: Platz 4 im Ziel mit reichlich Vorsprung auf die nachfolgenden Teams und überschaubarem Rückstand auf Platz 3 waren das inoffizielle Ergebnis.

Die Mittagspause brachte die ernüchternde Erlösung: kein Ausschluß aber satte 3 Minuten Zeitstrafe für das Team und damit Rückstufung und Verbannung auf Platz 10. Die Höhe der Strafe sowie die mündl. Begründung lösten nicht nur bei den 3athleten Unverständnis aus.

Damen
Die Damen in der Besetzung Lena Dörries, Anne Imhof und Andrea Semmler etablierten sich nach sehr gutem Schwimmen von Anne Imhoff durch gute Radleistungen im Mittelfeld. Das abschliessende Laufen bedeutete den vorläufigen 7. Startplatz für den Nachmittag.

Mannschaftswettkampf: 0,75-20-5,37km
Der abschliessende Mannschaftwettkampf als Team-Jagdstart am Nachmittag stand bei den Herren unter dem Zeichen der 3-Minuten-Hypothek vom Vormittag.

Bereits im Schwimmen wurden 2 Positionen verbessert. Den nächsten Schreck gab es erneut in der Wechselzone vom Schwimmen auf das Radfahren, da die am Rad befestigte Startnummer von Thilo Strauss fehlte und anwesende Kampfrichter im Rennen erneut angerufen werden mussten und wertvolle Sekunden verstrichen, bis eine schnelle und faire Lösung gefunden wurde.

Ebenfalls Probleme bekam Andreas Nemeth, der mit einem durch einen verstellten Umwerfer verursachten Kettenklemmer zwischen Kettenstrebe und Kettenblatt aus der Radgruppe in der ersten von vier Runden herausfiel. Schnell wurde unter der Mannschaft entschieden mit den restlichen 4 Startern weiterzufahren und keine Zeit bis zur Behebung zu verlieren, da nicht klar war, ob die Kette an ihren Bestimmungsplatz zurückgeführt werden kann. Nemeth fuhr nach Behebung des Schadens fast an die Gruppe heran. Leider musste er dann das Rennen vorzeitig beenden, da er den Anschluß nicht in der vorgegebenen Zeit wiederherstellen konnte. Das Team verlor so einen starken Helfer auf dem Rad und durfte sich keinen weiteren Ausfall auf den letzten 15 Kilometern erlauben.
Hohe Arbeitsanteile beim Radfahren von Reetz, Rechsteiner und Strauss sorgten für eine gute 7. Position für den abschliessenden Lauf. Hier konzentrierte sich das Team nach einigen Anlaufschwierigkeiten bis Kilometer 1,7 auf einen progressiven Lauf, um mit der zweitbesten Laufzeit der Hessenliga auf den 6. Gesamtplatz vorzustossen.

Stefan Rechsteiner und David Reetz (beide vorne) zusammen mit Kai Baumgartner und Thilo Strauss auf der Verfolgungsjagd auf dem ersten Kilometer. Die unmittelbaren Verfolger konnten noch deutlich distanziert werden, nachdem Magenprobleme behoben wurden.
Stefan Rechsteiner und David Reetz (beide vorne) zusammen mit Kai Baumgartner und Thilo Strauss auf der Verfolgungsjagd auf dem ersten Kilometer. Die unmittelbaren Verfolger konnten noch deutlich distanziert werden, nachdem Magenprobleme behoben wurden.

Damen
Ebenfalls relativ schwach im Wasser startend und trotzdem noch ein Team überholend sorgten die Damen für eine Stabilisierung auf der Rad- und Laufstrecke, wo Lena Dörries sehr hohe Führungsanteile hatte: Platz 6 ist der Lohn. Für alle Damen war es das Debut in einem Mannschaftstriathlon mit Windschattenfreigabe. Leider fiel Claudia Demuth bereits im Schwimmen aus der Gruppe heraus und musste aus dem Rennen genommen werden. "Unser Rennen lief besser als erwartet, auch wenn wir während des Schwimmsplits gewisse Abstimmungsschwierigkeiten, aufgrund unserer nicht vorhandenen gemeinsamen Rennerfahrung hatten, lief es auf dem Rad und beim Laufen sehr gut" freut sich Lena Dörries.

(Noch) Optionen offen
"Der Spirit stimmt: Das Team hat sich in dieser 'sportlichen Krise' zusammengerauft, konzentriert, um kämpferisch die Top 6 zu erreichen. Alle Optionen zum Klassenerhalt und Blick auf Top 4 in der Gesamtwertung der Herrenliga konnten so bewahrt werden. Über die Möglichkeiten der Damen war ich mir vor dem Rennen sicher. Ich hatte sie konservativ auf den 7. Platz bewertet. Sie haben sich bestimmt am meisten überrascht und die positiven Erfahrungen werden viel Motivation für die nächsten Wochen mit sich bringen" resumiert Vorsitzender Kai Baumgartner den turbulenten Renntag. Auch der Aufstieg der Herren in die neu gegründete Regionalliga ist noch nicht beiseitegelegt, da noch nicht geklärt wurde, wieviele Teams aus der 1. Hessenliga aufsteigen werden. In den verbliebenen beiden Rennen werden jeweils Ergebnisse in den Top 3 angestrebt.

Damen
Die Damen haben sich in der ersten Saison in der Tabellenmitte etabliert und dürften, wie auch die Herren in Waldeck insgesamt weitere Steigerungen zeigen. Im Gesamtergebnis der 1. Hessenliga ist ein Platz in den Top 4 möglich und angestrebt.

Nordhessische Damen
3athlon.org (Anne Imhoff, Andrea Semmler, Lena Dörries) und das Tri Team Fuldatal (Julia Carls, Petra Lemke, Nina Bachmann, Birgit Höhmann) glücklich im Ziel.

Vorbereitung mit Tücken
Es sah nicht sehr gut aus für das Herrenteam der 1. Hessenliga. Wochen vor dem Start ist Jan Schöppe wegen Verletzung als ein wichtiger Leistungsträger des Teams mit ausgeglichenen Fertigkeiten in allen 3 Disziplinen ausgefallen und kann erst zum 2. Rennen in Waldeck eingreifen. Danach zog sich Ersatzmann Kai Baumgartner bei einem Radsturz einen Haarriss am Knie zu und musste das Training zurückschrauben. Wenig später erwischte es Andreas Nemeth bei einer Kollission mit einem Auto - mehrere Schnittwunden im Gesicht und Hals mussten genäht werden.
Dem Unglück der Kameraden schloss sich Spitzenmann Rechsteiner an, der noch wenige Tage vor dem Einsatz hohes Fieber und Ohrenschmerzen zu beklagen hatte. Doch auch die ersatzgeschwächte Mannschaft hat mit Platz 6 gezeigt, dass sie trotz Widrigkeiten am Renntag durch die Zeitstrafe zu den besten Teams der Hessenliga gehört. Zieht man vom bestehenden Ergebnis die 3 Minuten ab, bleibt ein 2. Tagesplatz auf dem Papier stehen.

Offene Klassen
In den verschiedenen offenen Klassen waren weitere 3athleten unterwegs. Joachim Lang (60. 01:05:13), Björn Martin (20. HTV-Cup 16-18, 01:06:14) und Oliver Hoff (74. 01:06:27).


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