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Passivrauchen als Risikofaktor nun auch wissenschaftlich belegt Auf dem ERS-Kongress in Berlin wurden mehrere Studien vorgestellt, die die Bedeutung des Passivrauchens als Risikofaktor belegen.
Eine finnische Arbeitsgruppe ermittelte für Personen, die am Arbeitsplatz einer Tabakrauchexposition ausgesetzt sind ein 2,16fach erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Für Personen, deren Lebensgefährte raucht war dieses Risiko bereits 4,77fach höher.
Eine italienische Studie, die 2335 Nichtraucherinnen untersuchte, ermittelte einen deutlichen Zusammenhang zwischen Kurzatmigkeit im Ruhezustand sowie obstruktiven Lungenerkrankungen (chron. Bronchitis, Emphysem) mit dem Rauchen des Partners (Risikofaktor um 1,4 bzw. 1,6 erhöht) oder der Arbeitskollegen (2,1 bzw. 2,3). Erwartungsgemäß war das Risiko bei Frauen, die mit einem Raucher verheiratet waren und auch einen Arbeitsplatz unter Rauchern hatten, besonders hoch (2,8 bzw. 4,2).
Eine deutsche Studie (M. Kreuzer, HE Wichmann, Neuherberg) verglich 234 Nichtraucherinnen mit der Diagnose Lungenkrebs mit 535 Frauen, die in ihrem Leben mehr als 400 Zigaretten geraucht hatten. Das Lungenkrebsrisiko war für Frauen, die mehr als 76.000 Stunden dem Rauch ihres Lebensgefährten ausgesetzt waren um den Faktor 1,67 und bei denen, die mehr als 40.000 Stunden dem Tabakrauch am Arbeitsplatz ausgesetzt waren um den Faktor 2,67 erhöht.
Auch erste Ergebnisse einer groß angelegten Studie der European Community Respiratory Health Survey an der 36 Forschungszentren aus 16 Ländern beteiligt sind, weisen auf einen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit nächtlicher Atemwegsobstruktionen und Belastungsdyspnoe und dem Passivrauchen hin.
U.K. (Lungenheilkunde 3, Heft 5 (2001) 5-6)
in: Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin
Jgg 53, 1 (2002), S. 32
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