Sponsoren & Partner : Continental - Fit und Fun Kassel - Grofa GmbH - Ontrack - Powerbar - Universität Kassel - XTERRA Wetsuits USA

Sie sind hier: Home arrow Forschung, Lehre & ... arrow Säure-Basen-Haushalt

Säure-Basen-Haushalt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kai Baumgartner   
Friday, 18. June 2004

Der Säure-Basen-Haushalt spielt eine zentrale und immens bedeutende Rolle im gesamten Stoffwechsel. Das Reaktionsmilieu der Gewebeflüssigkeiten ist schwach alkalisch und wird durch verschiedene Puffermechanismen konstant in einem pH-Bereich von 7,37 bis 7,43 gehalten. Diese Konstanthaltung ist die Voraussetzung, dass Stoffwechselprozesse in den Körperzellen überhaupt ablaufen.

Der Säure-Basen-Haushalt spielt eine zentrale und immens bedeutende Rolle im gesamten Stoffwechsel. Das Reaktionsmilieu der Gewebeflüssigkeiten ist schwach alkalisch und wird durch verschiedene Puffermechanismen konstant in einem pH-Bereich von 7,37 bis 7,43 gehalten. Diese Konstanthaltung ist die Voraussetzung, dass Stoffwechselprozesse in den Körperzellen überhaupt ablaufen. Die Stoffwechselprozesse sind chemische Gleichgewichtreaktionen, die pH-Wert-abhängig ablaufen. Daraus wird leicht verständlich, dass eine Störung des optimalen pH-Bereiches die Stoffwechselprozesse nicht optimal, verlangsamt oder gar nicht ablaufen lässt. Eine Verschiebung in den sauren pH-Bereich ist eine solche Störung.
Die Regulierung des pH-Wertes funktioniert über den Carbonat-Puffer des Blutes, den Gasaustausch der Lunge (CO2) und die Ausscheidung über die Nieren. Diese Neutralisationsmechanismen sind natürlich begrenzt und hängen stark von der persönlichen Lebensführung ab.
Bei den chemisch-physiologischen Regulationsmechanismen bedeutet die Übersäuerung ein wichtiges Moment bei der Entstehung vieler Erkrankungen. Bei akuten aber auch chronischen Erkrankungen liegt eine Verschiebung der Stoffwechsellage in den sauren Bereich vor.
Die klarsten Beispiele für schwere örtliche Übersäuerung sind:

  • Gicht – lokale Anhäufung von Harnsäure und deren Kristalle in Gelenken
  • Gastritis/Sodbrennen – überschüssige Magensäure

Besteht eine lokale Übersäuerung zu lange, kann es in der Folge zu chronischen Schädigungen des Gewebes kommen, da die Säure im Bindegewebe abgelagert wird.

Unsere Ernährung enthält durch den hohen Konsum von Fleisch, Käse und raffinierten Zuckern einen Säureüberschuss. Diese Überbelastung kann die Entwicklung einer latenten Übersäuerung (Azidose) begünstigen. Hier sind die basischen Pufferkapazitäten des Blutes schon zum Teil aufgebraucht, der pH-Wert des Blutes ist aber noch unverändert. Die anfallenden überschüssigen Säuren werden nicht ausgeschieden und im Bindegewebe abgelagert. Es entsteht eine sog. Bindegewebsazidose. Diese einer Blutazidose zeitlich vorgelagerten Bindegewebsazidosen sind an der Entstehung verschiedener chronischer Krankheiten, wie Allergien, Rheuma, Gicht, Osteoporose beteiligt.
Wie kommt es zu Säurebildung?

  • Konsum von Alkohol, Nikotin und Koffein
  • Übergenuss von raffinierten Zuckern
  • zu geringe Flüssigkeitszufuhr
  • psychischer/physischer Stress
  • Überanstrengung bzw.Übertraining
  • zuviel tierisches Eiweiss
  • Bewegungsmangel und Übergewicht

Was kann man gegen die Übersäuerung tun?
Diätetische Maßnahmen wären in erster Linie die reduzierte Aufnahme von säurebildenden Nahrungsmittel und eine vermehrte Zufuhr von basenbildenen Lebensmitteln, wie Gemüse, Obst und Kartoffeln. Außerdem ist die Zufuhr von basischen Mineralsalzen, wie Bicarbonat-Mischungen (Na,Ca,Mg) oder Fertigpräparaten, wie Basica sehr empfehlenswert, besonders wenn „gesündigt“ wurde. Weiterhin sind empfehlenswert, leichtes körperliches Training und viel trinken (2,5 – 3 ltr./Tag).

Entsäuerung und Sport
Die Anhäufung von Milchsäure oder Laktat im Muskel ist ein zentraler leistungslimitierender Faktor im Sport. Für die Beurteilung der Leistungfähigkeit ist der Laktatspiegel ein wichtiger Parameter. Je später und je weniger Laktat gebildet wird, umso besser ist der Trainingszustand. Nach zu intensiven Training, bei dem zuviel Laktat gebildet wurde, ist es wichtig, die Puffersysteme durch die Einnahme von basischen Präparaten (Basica) zu entlasten, um schneller zu regenerieren. Folgen hier schnell aufeinander zu intensive Trainingsleistungen, kommt es zu Übertraining und drastischen Leistungseinbrüchen. Es ist auch ein Beweis einer zu schwachen biochemischen Pufferkapazität, wenn Krämpfe auftreten oder Muskelkater entsteht.

Quelle: Wolfgang Niklas
(Fachapotheker für Ernährungsberatung)


Verwandte Artikel:

 
< zurück   weiter >
Ein Partner des Vereins
Advertisement
Login





Passwort vergessen?
Informationen zum Login stehen in den FAQ.
Impressionen
Kontakt
Gästebuch (ext.)
Vorstand
Geschäftsstelle
Impressum
© 2008 3athlon.org - 3athlon.org Kassel e.V.
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.