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Nürburg - Mit 3 Ex-Vereinskollegen aus meinen Paderborner Zeiten startete ich am 15.9. beim 24 h Rennen auf der Nordschleife des Nürburgringes. Wir hatten zwar viel Respekt vor dem Höhenprofil und den Nachtabfahrten - aber zusammenfassend: Es war hart aber genial! Angefangen von der guten Organisation, dem Wetter (trocken und warme Nacht), der Atmosphäre im Fahrerlager bis hin zu der tollen Strecke.  Die Nordschleife des Nürburgrings
23,8km Nordschleife des Nürburgrings mit fast 500 zu fahrenden Höhenmetern, zwölf Kilometer insgesamt bergab und zehn bergauf mit bis zu 18 Prozent Steigung (zum Vergleich: Steigung hohes Gras: 8%).
Die erste Runde startete um 19:30 in die Dämmerung, erst über den GrandPrix-Kurs und dann in die Nordschleife. Zunächst noch dichtes Getümmel, das sich aber auf den ersten Abfahrten und kleinen Zwischenanstiegen dann verteilte. Die Abfahrt durch die Fuchsröhre berauschend und dann von ganz unten (Ex-Mühle) zur Hohen Acht in gleichmäßigem Ryhtmus hinauf. Und schließlich in einer langen Geraden mit ein paar Wellen zur Zielgeraden des GrandPrix-Kurses und ein paarSchleifen durchs Fahrerlager.
 Pitstop in der 'Box'
Es ist dunkel - sehr sogar und ich sitze auf meinem Rennrad, verfolgt von 2 anderen Radlern und bewege mich mit 45km/h auf der Nordschleife des Nürburgrings den ersten neuralgischen Punkt entgegen. Die Fuchsröhre wird gleich zu durchfahren sein!
Wer vor der letzten Rechtskurve in die "Fuchsröhre" bremst oder nicht die Ideallinie trifft, wird verlieren. Nicht die Kontrolle über sein Rad, das geschieht evtl. nur, wenn man sie "perfekt" fährt. Nein, man verliert die Chance, in der "Fuchsröhre" eine hohe Geschwindigkeit zu erzielen. Mit einer möglichst hohen Anfangsabfahrtgeschwindigkeit ist die Abfahrt zu beginnen. Es geht steil bergab 90 Höhenmeter herunter (11% Gefälle), dann eine scharfe links Kurve und direkt wieder bergauf.
Der nachfolgende Anstieg wird dann im Sturm erklommen. Es bringt Spaß mit einem Rad eine 10% Steigung auf einer 200m Strecke mit einem Tempo um die 90km/h anzufahren. Meine Spitzengeschwindigkeit: 97,3 km/h. Einige wollen sogar die 100km/h geknackt haben.
Fazit
Zusammenfassend kann man sagen, dass das Schlafdefizit sich auf den Allgemeinzustand negativer auswirkte, als die ca. 160km die jeder von uns in den 24h Stunden abspulte.
Mit insgesamt 28 Runden und 14.000 Höhenmeter kamen wir auf den 97. Rang von insgesamt 460 gestarteten Teams. Unglaublich: der Sieger im 24h Einzelrennen, Wolfgang Fasching, schaffte mit 28 gefahrenen Runden in 24 Stunden genausoviele Runden, wie wir als 4erTeam. Der Oberöstereicher Fasching ist im übrigen kein geringerer, als der Sieger, des legendären NonStopRennens "Race Across America".
 Ich habe fertig!
P.S.: Und ich dachte schon wir wären verrückt... |