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Kronach / Mitwitz - Für die erste Mannschaft von 3athlon.org geht es bei seinem Saisondebut in Kronach im Frankenwald um die wichtige Standortbestimmung für die weiteren Rennen der 2. Deutschen Triathlonliga. 12 Teams kämpfen zusammen mit den Nordhessen um ein gutes Saisonergebnis und den Ligaaufstieg in die höchste Ligaklasse im Triathlon.
 Polizist Moritz Lange führt das verletzungsgeschwächte Quartett von 3athlon.org in der 2. Deutschen Triathlonliga an.
Die Liga-Premiere 2007 beendete der größte Triathlonverein Nordhessens mit einem 5. Tabellenplatz und möchte am Ende einer optimal verlaufenen Saison gerne in die Top 3 aufrücken. „Wir streben in Kronach einen Platz in den Top 5 bis 8 an“ erklärt Mannschaftsprecher David Reetz, um uns alle Optionen für die verbleibenden Triathlons in Darmstadt, am Tegernsee und am Schluchsee offen zu halten.
Die Zeichen stehen für den Event von Kronach allerdings nicht ganz auf rosarot. Mit dem Göttinger Hendrik Becker fällt eine der starken Säulen des Teams wegen einer noch nicht vollständig ausgeheilten Knöchelverletzung aus, eine Woche später – im südhessischen Darmstadt - fehlt der ehemalige Deutsche Meister im Mitteltriathlon. Er möchte seinen Titel von Kulmbach am kommenden Wochenende zurückerobern. Gemeldet sind der mit Erstligaerfahrung ausgestattete Neuzugang Moritz Lange, Radrakete Enrico Knobloch, Nachwuchsmann Daniel Gebert und Routinier David Reetz.
„Wir haben eine machbare, wenngleich auch schwere Aufgabe vor uns“ erklärt Vereinspräsident Kai Baumgartner. „Wichtig ist, dass alle die Nerven behalten, die Tagesform stimmt und es keine Ausfälle am Renntag gibt.“ Das zweigeteilte Rennformat mit einem Mannschaftswettbewerb am Vormittag über 550m Schwimmen und 2,5km Laufen wird den antretenden Teams sehr viel abverlangen, bevor es am Nachmittag wieder als geschlossenes Team zum 24km Zeitfahren auf dem Rad und Laufsprint über 2 Kilometer kommt.
Als Herausforderung wird beim ersten Rennen eine Besonderheit des Liga-Regelwerks wahrgenommen. Alle Triathleten müssen im gesamten Rennen geschlossen zusammenbleiben und auch gemeinsam im Ziel ankommen, die Zeit stoppt beim 4. Mann. Das gemeldete Quartett hat nicht die stärksten Schwimmer in ihren Reihen, ein Defizit nach der ersten Disziplin und ein hinterer Platz nach dem Vormittagswettkampf sind daher zu erwarten. Die Aufgabe nicht leichter machen die in manchen konkurrierenden Teams gemeldeten Athleten der 1. Triathlonliga, die ihre Saison am letzten Wochenende im Gladbeck eingeläutet haben und als schwer zu knackende Nüsse gelten. Spätestens nach dem zweiten Einsatz in der 1. Liga entfällt aber für die Konkurrenz diese taktische Option.
Nach kurzer Pause von wenigen Stunden gilt es im Teamzeitfahren mit sich anschließendem Lauf den prognostizierten verlorenen Boden sprichwörtlich wettzumachen. Als Verfolgungsrennen werden die Mannschaften gemäß ihres Zeitabstands auf den Rundkurs geschickt – wer zuerst das Ziel erreicht ist Tagessieger.
Das Team von 3athlon.org muss auf dem Rad dann alle Register ziehen und bis an die Leistungsgrenze heranfahren. „Radfahren gilt grundsätzlich als eine unserer Stärken. Diese Karte müssen wir voll ausspielen - ohne einen Mann zu verlieren oder für den anschließenden Lauf zu stark zu ermüden“ führt Baumgartner weiter aus. Die Hauptarbeit wird dabei auf den Schultern des ehemaligen Radfahrers Enrico Knobloch und Moritz Lange liegen. Physiotherapeut Niko Siebert, der auch die Mannschaftsbetreuung am Rennwochenende übernimmt ergänzt: „Wenn wir nach dem Radfahren nicht auf 20 Sekunden an unsere Mitbewerber aufgefahren sind, wird es ganz knapp nach vorne zu laufen.“ Taktische Spielereien sind auf den letzten zwei Kilometern nicht mehr gefragt. Die Triathleten müssen den Muskeln den Disziplinwechsel so angenehm wie möglich gestalten, aber sofort weiter die Orientierung nach vorne suchen.
Die vier Triathleten hoffen am 1. Juni auf die richtige Tagesform und das entscheidende Quäntchen Glück, um in den zu erwartenden Sekundenduellen die Nase knapp vorne zu haben. Dann sind die Weichen für das zweite Rennen am kommenden Wochenende in Darmstadt gestellt.
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