Sponsoren & Partner : Continental - Fit und Fun Kassel - Grofa GmbH - Ontrack - Powerbar - Universität Kassel - XTERRA Wetsuits USA

Sie sind hier: Home arrow News nach Rubrik arrow Sport: Homestories und Erlebnisberichte arrow Stefan Daehne schrammt bei den Ironman European Championship knapp am Kona-Ticket vorbei

Stefan Daehne schrammt bei den Ironman European Championship knapp am Kona-Ticket vorbei PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von Kai Baumgartner   
Thursday, 17. July 2008

Frankfurt - Als um 3.30 Uhr der Wecker klingelt, stehe ich bereits geduscht in meinem Hotelzimmer und nippe nervös an einem Zahnputzbecher mit 45°C-Leitungswasser-Nescafe – lecker, der erste Kaffee seit 5 Tagen! Dazu gibt es einen halben Hefezopf und einen Schoko-Muffin. Keine kulinarische Offenbarung, aber im Steigenberger Langen gibt es erst ab 5:00 Uhr Frühstück, zu spät für einen Start um 6.45 Uhr. Das ist vielleicht auch gut so, dann erschrecken die Geschmacksrezeptoren nicht zu sehr, wenn ihnen in den nächsten Stunden rund 20 Gels, 3 Riegel, 12 Salztabletten und ca. 12 Liter eher funktionaler als delikater Flüssigkeit serviert werden.

Stefan Daehne schrammt knapp am Hawaii-Ticket vorbei. Foto: (c) Asiphoto.net
Stefan Daehne schrammt knapp am Hawaii-Ticket vorbei. Foto: (c) Asiphoto.net

Zweifel vor dem Start
3 Kaffees und unzählige Boxenstopps später starte ich am Parkplatz des Langener Waldsees eine meditative 1km Pilgerreise zum Schwimmstart. Tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf. Fragen wie „Wann werde ich mal meinen ersten Platten im Wettkampf haben?“, „Verdoppelt oder verzehnfacht der aktuell einsetzende Regen die Sturzgefahr auf der Kopfsteinpflasterpassage bei Maintal?“, „War mein letzter langer Lauf wirklich Anfang Mai oder doch schon im April?“ u.v.m. verhelfen meiner ohnehin nach der Körperwelten-Demonstration bei Bike-Check in und Testschwimmen bereits angeknockten Zuversicht zu einem neuen lokalen Minimum. Gut so, denn solche Zweifel zeigen mir immer, dass ich die nötige Anspannung für einen guten Wettkampf habe.

Orga in Frankfurt fast perfekt
Nach letzten Erledigungen am Rad und einigem Small Talk mit Bekannten folgt mein zweites und letztes DNF der Woche in der schier endlosen Warteschlange vor den Dixiklos. Das erste war bei der Nudelparty, als ich einer ca. 90-minütigen Wartezeit auf Nudeln&Co ein Sandwich und ein Magnum von der Tankstelle vorzog. Diese beiden Engpässe bleiben aber die einzigen Situationen, in denen es nicht reibungslos läuft – alle übrigen Organisationspunkte, und das waren jede Menge, klappten perfekt oder sogar noch besser. Abläufe, Zeitplan und Infofluss waren makellos, die Locations 1A und jeder einzelne Helfer, dem ich begegnete, schlicht Weltklasse.

Segen der ersten Startgruppe
Das Rennen ist schnell erzählt: Die erste Startgruppe ist ein Segen, endlich mal nicht in einer Waschmaschine schwimmen! Beim ersten Landgang deutet die Uhr schon auf einen sehr schnellen Split hin, aber die 53:50 am Ende sind dann wohl doch eher das Resultat einer ca. 250m zu kurzen Schwimmstrecke.

HF-max beim Schwimmausstieg
Nach dem Tages-Pulsmaximum beim 15-prozentigen Anstieg zu T1 folgt eine verhaltene erste Stunde auf dem Rad. Es ist viel Platz und ich folge auf der ersten Runde einer Gruppe von 5-8 Athleten. Es wird sehr fair gefahren und ein Kampfrichter ist stets präsent. Die Stimmung in den Dörfern und an den Anstiegen ist motivierend, wobei ich den Frankfurtern auch noch mehr zugetraut hätte. Aber viele sitzen vermutlich zuhause und verfolgen die erstklassige Übertragung im Hessenfernsehen. In der zweiten Runde kann ich trotz deutlich auffrischendem Wind den Schnitt halten und darf mich nach knapp 6h meiner schwächsten Disziplin widmen.

Erste Laufrunde zu schnell
Auf den ersten 10,5km lerne ich die Laufrunde kennen und werde sofort zum Fürsprecher – es ist eine sehr schöne, abwechslungsreiche und zugleich schnelle Strecke. Man ist nie alleine und die Verpflegung ist perfekt, wo sonst kriegt man neben allen denkbaren Kohlenhydrat- und Flüssigkeitsvarianten auch Eis und Salz gereicht? Natürlich laufe ich die erste Runde zu schnell (Klassiker: „...aber es fühlte sich doch sooo locker an...“), nehme auf der zweiten bewusst und auf der dritten dann nochmal unfreiwillig raus. Es fördert auch nicht wirklich das eigene Befinden, wenn man von Cameron Brown oder Timo Bracht leichtfüßig überrundet wird. Doch auch die Boulette aus Fürth erreicht schließlich nach 9:23h den überwältigenden Zielkanal und unterbietet in allen drei Disziplinen ihre Zielzeiten.

160 Sekunden zum Glück
Dass ich letztlich nur 160 Sekunden an einem Hawaii-Ticket in der M30 vorbeigeschrammt bin, trübt meine Laune kaum, denn das kann ich nach einem ausgesprochen fairen Wettkampf ohne Pulks auf der Radstrecke o.ä. sehr gut akzeptieren. Es wäre beim ersten Start in Frankfurt ohnehin überraschend und nicht geplant gewesen, aber nun fordert meine Familie den Urlaub im Pazifik. Ich freue mich schon jetzt darauf, 2009 in der AK35 nochmal anzugreifen. Und zur Not gibt’s bis zur AK75 halt noch ein paar weitere Versuche...;-)

Stefan Daehne


Verwandte Artikel:

 
weiter >
Ein Partner des Vereins
Advertisement
Login





Passwort vergessen?
Informationen zum Login stehen in den FAQ.
Impressionen
Kontakt
Gästebuch (ext.)
Vorstand
Geschäftsstelle
Impressum
© 2008 3athlon.org - 3athlon.org Kassel e.V.
Joomla! is Free Software released under the GNU/GPL License.